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Pressemitteilungen

Neue Häuser für 15 Familien

Von Karl Kovacs
Fr, 09. August 2019
Lahr

Richtfest für Wohnbauprojekt in der Emma-Brauer-Straße gefeiert / Drei Häuser stehen noch zum Verkauf.

In der Emma-Brauer-Straße in Lahr ist das Richtfest für 15 Einfamilienhäuser gefeiert worden. Foto: Karl Kovacs

LAHR. Mit dem Richtfest ist am Donnerstag die Fertigstellung des Rohbaus von 15 Einfamilienhäusern in der Emma-Brauer-Straße gefeiert worden. Die künftigen Bewohner – hauptsächlich junge Familien – waren der Einladung der Firma Weisenburger Bau aus Rastatt und dem Projektentwickler Allmarketing aus Freiburg gefolgt, um der Feier beizuwohnen.

Achim Ziegler, Prokurist bei Weisenburger, blickte bei seiner Rede auf der Baustelle zurück auf das Bauprojekt, das im Norden an die Bundesstraße 415 grenzt. Die Arbeiten in zwei Abschnitten begannen im Februar dieses Jahres.

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„In den vergangenen acht Monaten ist hier einiges passiert“, sagte Ziegler zufrieden. In den Häusern ein bis sieben laufe bereits der Innenausbau, der in den restlichen Häusern bald folgen soll.

Ein Großteil der 15 Einfamilienhäuser, die laut Internetseite von Allmarketing in Massivbauweise errichtet wurden, ist bereits verkauft, wie es am Rande des Richtfests hieß. Lediglich drei Häuser im zweiten Bauabschnitt seien noch zu haben. Die sogenannten Stadthäuser verfügen über Wohn ächen von jeweils knapp 150 Quadratmeter und rund 100 Quadratmeter große Grundstücke. Pro Wohneinheit sind laut Exposé zwei Stellplätze ausgewiesen.

Bevor der Dachdecker der Firma Weisenburger den traditionellen Richtspruch aufsagte („Mit Eifer und viel Bedacht ist unser stolzes Werk vollbracht“), waren die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner der Häuser an der Reihe. Sie durften symbolisch die letzten Firstnägel einschlagen.

Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der BZ vom Fr, 09. August 2019:

Fehlkalkulation beim Häuserbau

Reihenhäuser in Freiburg-Günterstal

175 Quadratmeter Wohnfläche für 800 000 Euro – ein stolzer Preis.
Foto: Siebold

Im Freiburger Stadtteil Günterstal stehen Reihenhäuser leer, weil sie nicht verkauft werden können – es scheint, als seien die Objekte am Bedarf vorbei gebaut worden. Obendrein sind sie ziemlich teuer.

In Freiburg ist Wohnraum knapp und teuer und die Makler behaupten gerne salopp, dass man noch die letzte Hundehütte vermietet und verkauft bekommt. Das kann nicht sein, denn 14 neue Reihenhäuser im Stadtteil Günterstal stehen leer, die stadteigene Freiburger Stadtbau GmbH (FSB) bekommt sie nicht verkauft. An der Qualität kann es nicht liegen, die Häuser sind hochwertig ausgestattet, inklusive Holzpelletheizung, Fotovoltaikanlage, Garten und Carport. Auch die Lage ist nicht schlecht, nur wenige Kilometer von der Innenstadt, eine Straßenbahn endet in der Nähe. Nur die gut frequentierte Straße zum „Schauinsland“ könnte ein störender Standortfaktor sein, aber es gibt lautere Straßen an denen Häuser stehen.

Vielleicht ist es auch der Preis: Gut 800 000 Euro kostet ein solches Haus in Günterstal mit 175 Quadratmeter Wohnfläche und 343 Quadratmetern Grundstücksanteil. Allein der kostet 1150 Euro pro Quadratmeter, also 394 450 Euro und damit die Hälfte des Gesamtpreises. Anderthalb Jahre nach Vermarktungsbeginn ist erst ein Haus verkauft, für ein zweites gibt es eine Zusage. Jetzt will die Stadtbau Mieter gewinnen – für 2500 Euro Nettokaltmiete. In der Hoffnung, dass aus Mietern auch Eigentümer werden könnten. Ob das besser läuft, wird sich zeigen.

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Für den Bau der Häuser wurde Fichtenwald abgeholzt
Was ist schief gelaufen, dass im angesagten Freiburg Häuser für 12 Millionen Euro als Ladenhüter leer stehen? Aufsehen erregt hatte das Bauvorhaben am Rande des vornehmen Stadtteils, weil für die Bauplätze zum Missfallen von Forstwirten im Jahr 2011 ein zu Forschungszwecken über Jahrzehnte angelegter Fichtenwald abgeholzt wurde. „In der Abwägung zwischen dem Bedarf an dringend benötigtem Wohnbauland und dem wissenschaftliche Interesse überwiegt die Versorgung der Bevölkerung mit Wohnraum“ schrieb das Stadtplanungsamt in eine Vorlage, die ohne Widerspruch durch den Gemeinderat ging. Doch einen Bauträger fand die Stadt nicht, so dass die eigene Stadtbau einspringen musste. Einen Preisnachlass bekam sie nicht.

„Man hat das der FSB schon ein bissle aufgedrückt“, räumt der Grünen-Stadtrat Eckart Friebis ein. Die Stadtbau war nicht begeistert, denn es war klar, dass die Grundstücke zu groß waren, was den Kaufpreis in die Höhe treiben würde. „So was würden wir wohl nicht mehr machen“, sagte der FSB-Geschäftsführer Ralf Klausmann unlängst. „Dass man ohne Not seine Häuser jetzt auch noch schlecht redet“, findet Gemeinderat Friebis allerdings „höchst unprofessionell.“ Es gebe nun mal Projekte, die nicht so gut gingen wie andere, da müsse man halt geduldig sein und sich in der Vermarktung etwas einfallen lassen.

Die drohende Kostenfalle blieb in der Bauphase unbemerkt
Die FSB prüft nun auch, ob etwas am Preis machbar sei. „Es sind Häuser für eine begrenzte Zielgruppe“, erläutert FSB-Sprecher René Derjung. Vorwiegend junge Familien, deren Finanzkraft für innerstädtisches Wohnen nicht ausreicht. Besserverdienende ziehen eher nicht in Reihenhäuser, ihr Budget verkraftet die exorbitanten Preise für Wohnungen oder Häuser in der Kernstadt. „Das ist nicht gut gelaufen, aber da müssen wir uns alle an der Nase fassen“, sagt SPD-Stadtrat Walter Krögner.

Wie Friebis ist auch Krögner Mitglied des FSB-Aufsichtsrats, dessen Vorsitzender ist OB Dieter Salomon (Grüne). Keiner hat auf dem langen Weg zwischen Bebauungsplan und Baugenehmigung auf die drohende Kostenfalle hingewiesen. Friebis – ebenfalls FSB-Aufsichtsrat – möchte, dass die mit der Planung betrauten städtischen Ämter künftig „Gesichtspunkte der Wirtschaftlichkeit und der Vermarktung früher und besser berücksichtigen.“

Dass es möglich gewesen wäre, die Häuser insgesamt preiswerter zu gestalten, hat ein anderer Bauherr auf der anderen Straßenseite des neuen Viertels demonstriert. Gezahlt hat der Bauträger den gleichen Grundstückspreis, aber gegen den Widerstand des Stadtplanungsamtes und dann mit Zustimmung des Baurechtsamtes haben der Architekt Hans-Rudolf Kirchner und der Projektentwickler Allmarketing die vier Häuser geteilt und eine kleinere Wohnfläche von 130 Quadratmetern zu Preisen zwischen 450 000 und 505 000 Euro angeboten. „Alles ist längst verkauft, die Leute wohnen dort“, sagt Christel Katsikopoulos von Allmarketing. Und das Geheimnis? „Wir haben eine gute Lösung im Verhältnis von Flächen und Kosten gefunden“, sagt sie.

Sahneschnittchen im Süden

Von Jelka Louisa Beule
Do, 20. Dezember 2012
Freiburg

Vom Günterstäler Baugebiet sind nur noch zwei Grundstücke zu haben – trotz stolzer Preise.

Die Erschließungsarbeiten im Günterstäler Baugebiet haben bereits begonnen. Foto: Ingo Schneider

GÜNTERSTAL. Die Veränderungen sind deutlich zu sehen: Seit rund einem Jahr laufen die Erschließungsarbeiten für das neue Baugebiet am südlichen Ende des Stadtteils Günterstal. Ab dem Frühjahr sollen auch die Bauarbeiten für die neuen Häuser beginnen. Bis auf zwei Grundstücke sind bereits alle Parzellen verkauft. Vier Plätze hat sich das noch junge Freiburger Unternehmen „allMarketing“ gesichert. Die Firma möchte auf ihren Grundstücken ein innovatives Energiekonzept umsetzen.

Das Baugebiet wird für Freiburgs kleinsten Stadtteil mit seinen nur rund 1700 Einwohnern einen gehörigen Wachstumsschub bedeuten. 150 bis 200 Menschen sollen einmal auf dem 25 000 Quadratmeter großen Gelände an der Schauinslandstraße leben, das früher von der Universität als forstwirtschaftliche Versuchsanstalt genutzt wurde. Neben Reihenhäusern, Doppelhaushälften und Mehrfamilienhäusern sind entlang des Waldes auch Einfamilienhäuser auf vergleichsweise großzügigen Grundstücken geplant. Ein solches Angebot gibt es in Freiburg nur noch selten. Diese Zurückhaltung sei ein Fehler, hatte beim Spatenstich Bernd Dallmann von der Freiburg Wirtschaftsimmobilien GmbH (FWI) gesagt, die Teile des Gebiets vermarktet. Dadurch verlöre Freiburg das entsprechende zahlungskräftige Klientel an das Umland. Dies wirke sich auch negativ auf Freiburg als Firmenstandort aus, sagte Dallmann, der gleichzeitig Freiburgs oberster Wirtschaftsförderer ist. Denn die Menschen wollten da wohnen, wo sie arbeiteten und müssten dafür Angebote in allen Kategorien vorfinden.

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Der Bedarf scheint tatsächlich da zu sein: Die acht Einfamilienhausgrundstücke sind bereits alle vergeben. Auch fast alle anderen Flächen auf dem Areal haben ohne Probleme Interessenten gefunden – und das trotz saftiger Preise: Der Quadratmeter kostet 460 Euro. „Das war wie das Brezelbacken“, sagt FWI-Geschäftsführer Thomas Stoffel. Die FWI hat fünf Grundstücke vermarktet, auf zwölf Parzellen wird die städtische Tochtergesellschaft Freiburger Stadtbau Reihenhäuser errichten, die übrigen zwölf Grundstücke wurden von der Stadt Freiburg selbst verkauft. Zu haben sind nur noch zwei städtische Flächen.

Zuletzt hat der Hauptausschuss des Gemeinderats beschlossen, vier zusammenhängende Grundstücke am Waldrand an die Freiburger Firma „allMarketing“ zu verkaufen. Allein diese Flächen haben 1,3 Millionen Euro in das Stadtsäckel geschwemmt. Die „allMarketing“ ist ein erst 2010 gegründetes Freiburger Unternehmen. Die Firma möchte im Baugebiet in Günterstal ein innovatives Energiekonzept umsetzen. Die vier Häuser sollen nur mit erneuerbaren Energien versorgt werden. Dazu möchte die „allMarketing“ auf einem der Grundstücke ein rund 40 Quadratmeter großes, unterirdisches Gebäude für ein Holzpellet-Heizkraftwerk errichten. Die Anlage soll als „Contracting“ funktionieren: Das Heizkraftwerk bleibt im Eigentum des Unternehmens, betrieben wird es jedoch von den Stadtwerken Waldkirch. Dadurch sollen sich für die Käufer etliche Vorteile ergeben, zum Beispiel würden sie von Kosten für Investition und Instandhaltung der Heizung entlastet, sagt Geschäftsführer Norbert Striegel. Gerne würde die Firma das Konzept, das sie aktuell auch in einem Baugebiet in Neuenburg realisiert, auch noch für andere Grundstücke auf dem Areal zur Verfügung stellen.

Ressort: Freiburg

Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der BZ vom Do, 20. Dezember 2012

Richtfest im „Sandroggen“

Von Volker Münch
Fr, 16. Mai 2013
Neuenburg

Häuser im August bezugsfertig.

Richtfest bei der neuen Wohnanlage an der Werner-von-Siemens-Straße in Neuenburg:
Die ersten der 25 Wohneinheiten können bereits im August bezogen werden.

NEUENBURG AM RHEIN (mps). Jetzt wurde in Neuenburg Richtfest gefeiert an der neuen Wohnanlage mit 25 Einheiten im „Sandroggen“-Gebiet. Das Projekt stand zunächst in der Diskussion, weil die Firma All Marketing mit Weisenburger Bau als Bauträger das Areal viel dichter mit Reihenhäusern bebauen wollte. Nach Gesprächen mit Stadtverwaltung und Gemeinderat wurden die Gebäudezeilen lockerer gestaltet. Beim Richtfest strahlten viele Hauseigentümer: Die ersten können im August einziehen. Die Nachfrage nach Baugrundstücken, so Bürgermeister Joachim Schuster, sei ungebrochen. Für die 30 Grundstücke im Gebiet „Vogelwäldele“ lägen bereits mehr als 200 Bewerbungen vor, davon 100 von Einheimischen.

Von Andrea Drescher
Fr, 03. Februar 2012
Neuenburg

Reges Interesse an Einfamilienhäusern

Neuenburger Investorenprojekt nimmt Gestalt an / Baubeginn soll im kommenden Mai sein.

Potenzielle Häuslebauer interessieren sich für Modell und Pläne fürs „Sandroggen“-Gebiet. Foto: Volker Münch

NEUENBURG AM RHEIN (ad). Jörg Dägele von der in Freiburg ansässigen Firma All-Marketing ist begeistert, denn das Interesse an den Reihen- und Doppelhäusern, die in Neuenburg zwischen Werner-von-Siemensstraße und Klemmbach entstehen werden, ist offenbar groß: Rund 20 ernsthaft Interessierte waren am vergangenen Sonntag auf das zu bebauende Grundstück im „Sandroggen“-Gebiet gekommen, um sich vor Ort im neu aufgestellten Verkaufscontainer über das Projekt zu informieren. Für vier Häuser gebe es bereits Kaufzusagen, erzählt Dägele, weitere vier seien reserviert.

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Wie berichtet war das Projekt zunächst von der Stadtverwaltung – und nach beherzter Diskussion auch vom Gemeinderat – abgelehnt worden, weil die Bebauung mit durchgehenden Reihenhausketten als zu massiv empfunden wurde. Im Gespräch mit dem Investor wurde man sich aber dann doch einig. Und so entstehen nun 25 Häuser, davon 18 als Doppelhaushälften sowie ein Dreier- und ein Viererblock. Laut Dägele liegen sowohl von der Stadt als auch vom Landratsamt die Genehmigungen vor. Es kann also gebaut werden. Für die „volle Unterstützung“ dankt der Investor der Stadt und vor allem Bürgermeister Joachim Schuster – auch dafür, dass er ihn damals von dem dichten Projektentwurf abgebracht habe. „Der Bürgermeister lag richtig mit seiner Meinung“, sagt Dägele heute. Die Bebauung, die nun umgesetzt werde, sei „spitze“. Auffallend sei, sagt Dägele, dass die ersten Kaufinteressenten gleich die teuersten Häuser am Klemmbach reserviert hätten. Das günstigste schlüsselfertige Haus kostet Dägele zufolge 198 400 Euro inklusive Grundstück, das teuerste 277 300 Euro, die restlichen Gebäude um die 235 000 Euro. Auch der Preis war in der damaligen Ratsdiskussion Thema, denn von einigen Stadträten wurden günstige Eigenheime für Familien gewünscht. Unabhängig davon, wie schnell alle Häuser verkauft werden, soll im Mai Baubeginn sein. Gebaut werde zeilenweise, kündigt Dägele an.

Der Informationscontainer ist auch am kommenden Sonntag, 5. Februar, von 11.30 bis 13 Uhr geöffnet.

Ressort: Neuenburg

Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der BZ vom Fr, 03. Februar 2012

Von Andrea Drescher
Fr, 02. Dezember 2011
Neuenburg

Aus Reihen- werden Doppelhäuser

Stadt Neuenburg und Investor einigen sich auf Bebauung im Gebiet „Sandroggen“/Veränderungssperre
wird aufgehoben.

Doppelhäuser wie diese im Kurgebiet von Bad Krozingen will die Freiburger Firma All-Marketing auch in Neuenburg bauen.
Stadt und Gemeinderat haben nichts dagegen – weil die Bebauung nicht zu dicht wird.
Foto: Sabine Model

NEUENBURG AM RHEIN. Stadt und Investor sind sich doch noch einig geworden: Auf einer rund 5000 Quadratmeter großen Fläche zwischen Werner-von-Siemens-Straße und Klemmbach in Neuenburg werden Doppel- und Reihenhäuser gebaut – und dafür die vor wenigen Wochen vom Gemeinderat beschlossene Veränderungssperre für den Bebauungsplan „Sandroggen“ wieder aufgehoben. Damals hatte sich die Verwaltung gegen eine zu massive Bebauung durch Reihenhausketten ausgesprochen. Nun werden die Häuser luftiger angeordnet. Und es werden mehr.

Bürgermeister Joachim Schuster berichtete in der jüngsten Gemeinderatssitzung von einem „sehr guten Gespräch“ mit dem Investor, der in Freiburg ansässigen Firma All-Marketing. Für sie bestätigt Jörg Dägele, dass es ein „sehr angenehmes Gespräch“ gegeben habe. Ergebnis ist, dass statt der zwei geplanten Reihenhausketten mit einmal sieben und einmal acht Einheiten nun 25 Häuser gebaut werden sollen: 18 davon als Doppelhaushälften, dazu kommen ein Dreier- und ein Viererblock. Jörg Dägele beschreibt die neue Anordnung als „aufgelockert“ und schwärmt: „Das wird sehr schön.“

Dass trotz luftigerer Verteilung sogar mehr Häuser gebaut werden können als ursprünglich geplant, hängt damit zusammen, dass der Investor zum ersten Grundstück inzwischen das noch etwas größere Nachbarareal hinzubekommen hat. Zusammen addiert sich die Fläche damit auf gut 5000 Quadratmeter. Verändert haben sich gegenüber der umstrittenen Planung auch Zahl und Anordnung der Parkplätze. Sie kommen nun zwischen die Häuser.

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„Das hat nun eine richtig gute Qualität bekommen“, lobte Schuster die neue Planung. Um diese zu ermöglichen, hat der Gemeinderat auf Vorschlag der Verwaltung die jüngst beschlossene Veränderungssperre für dieses Gebiet wieder aufgehoben. Mit einem Vorbehalt: Es muss dort wirklich so gebaut werden wie zuletzt mit dem Investor besprochen.

Das Problem an der ganzen Sache war, dass der seit 1985 rechtskräftige Bebauungsplan „Sandroggen“ für diesen Bereich ein großes Baufenster vorgesehen hat. Dadurch wäre eine dichte Bebauung durchaus erlaubt gewesen. Verwaltung und Bürgermeister empfanden die verdichtete Wohnform jedoch als nicht mehr „zeitgemäß“, weshalb sie die Planung ablehnten – und nach einigen Diskussionen schließlich die Mehrheit des Gemeinderats davon überzeugten, den Bebauungsplan zu ändern, um die durchgehenden Hausreihen zu verhindern. Allerdings wurde zugleich von einigen Stadträten eingefordert, gemeinsam mit dem Investor einen Konsens zu suchen und zudem zu berücksichtigen, dass sich die neuen Häuser jeder leisten können sollte.

Das günstigste Haus der neuen Planung,  das  Mittelhaus  mit  dem  kleinsten Grundstück, wird laut Dägele knapp  unter  200 000 Euro kosten. Die Doppelhaushälften kommen im Schnitt auf 235 000 bis 250 000 Euro. Alle Häuser würden in Massivbauweise erstellt; sie hätten 125 Quadratmeter Wohnfläche, ausgebaute Dachstudios, Keller und Fußbodenheizung. Gebaut würden sie nach dem Energiestandard KFW 70. Wer sich schon mal einen Eindruck davon machen wolle, könne sich vergleichbare Häuser im Kurgebiet von Bad Krozingen anschauen, sagt Dägele. Nur dass die in Neuenburg „frischer, moderner, farbiger“ und mit besserer Wärme- und Schalldämmung ausgestattet werden sollen.

Weil der Investor seine Pläne im Kenntnisnahmeverfahren eingereicht hat, muss er keinen Bauantrag nachreichen. Schon in der nächsten Gemeinderatssitzung am 12. Dezember soll über das Projekt beraten werden. Wenn alles klappt, soll laut Jörg Dägele spätestens im kommenden Frühjahr Baubeginn sein.

Ressort: Neuenburg

Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der BZ vom Fr, 02. Dezember 2011: